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Bald werden die ersten Actionfotos der 2020er GUNSAILS Segel erscheinen. Doch wie läuft so ein Photo Shoot bei GUNSAILS ab? Florian Jung hat die "Mission Impossible" des letzten Jahres in einem Bericht zusammengefasst.

Das Photo Shoot 2019 fand auf der Kanareninsel Fuerteventura statt. Ein zuverlässiger Passatwind und Surfspots von Flachwasser bis Welle boten beste Voraussetzungen, die neue GUNSAILS Sail Range abzulichten. Terminlich war es ein Balanceakt für das Team, denn zeitgleich fand der PWA Worldcup im Slalom und Freestyle statt. Valentin Böckler war nicht nur vor der Kamera aktiv, er hat auch zwischendurch selbst mit der Kamera draufgehalten.

Mission Impossible

GUNSAILS | Mission Impossible - Fotoshoot 2019

Durch den Wechsel des Produkt Zyklus von Gunsails, der von Dezember auf August vorgezogen wurde, stand ich dieses Jahr vor der Aufgabe das Fotoshooting mit dem kompletten Team zu produzieren. Normalerweise sollte das auch kein Problem sein. Unglücklicherweise verschob sich die 2019er Segel Produktion um 3 Wochen, wodurch das Zeitfenster für das Shooting von einem Monat auf eine Woche schrumpfte.

Eine praktikable Lösung musste sofort gefunden werden, hieß es doch den Termin für den Online Release der neuen Segelkollektion im folgenden Monat zu halten.
So fiel die Wahl auf Fuerteventura wo Ende Juli der Worldcup in den Disziplinen Slalom und Freeestyle stattfindet. Die meisten unserer Teamfahrer dieser Disziplinen würden auf jeden Fall dort vor Ort sein. Dann blieb noch die Organisation des übrigen Teams. Darüber hinaus passten auch die guten Windstatistiken und Türkis- blauen Wasserfarben perfekt ins Konzept.

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GUNSAILS | Seal Membrane - Windsurf Wave Segel in Membrane Konstruktion

Der frühe Vogel fängt den Wurm

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Nach der Ankunft in Fuerteventura mit einem kompakten Taschensortiment von 22 Riggs ( 2 Segeln pro Modell) wurde mir bewusst, dass die Voraussetzungen dann doch nicht so vielversprechend aussahen. Zwar waren die 10 Teamrider vor Ort doch die Wettervorhersage versprach nur 3 Tage Wind. Nicht genug um 12 verschiedene Segel in etlichen Perspektiven von Flachwasser bis Welle abzulichten. So ging es direkt vom Flughafen zu einem Secret Spot südlich von Costa Calma auf’s Wasser. Es herrschten Freeride Bedingungen mit ruppigen 20- 40 Knoten. Flying Dutchman Ben van der Steen zog sein nagelneues GS-R Slalomsegel aus dem Köcher und stürzte sich als erster in die Fluten. Nach weniger als 1 Minute war seine Session auch schon wieder vorbei.

Grund dafür war ein ordentlicher Shorebreak, der den Mast samt des nagelneuen Segel’s auf dem steinigen Untergrund in 2 Teile zerlegte. Damit war das erste Racing Segel für den heutigen Tag abgehakt- leider ohne ein einziges Foto.
Wir änderten unsere Location zu der Lagune in Risco del Paso, wo wir mit vollüberpowerten Freeride Segeln mittelmäßige Aufnahmen produzierten, während im Hintergrund ein paar Touristen mit 3,7qm Segeln uns entspannt um die Ohren surften. Aus dem Freeride-Lächeln wurde damit ein „survival look“, der sich auch auf den Gesichtern der Teamrider wiederspiegelt.
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Even though the beginning was anything but promising, it was about time to make use of some "German Efficiency". A plan was made and everyone in the team was given tasks like sandwich assignments, checking the weather forecasts, sorting out material in the car and rigging as many sails as possible on the beach in a short time, in order to make use of every minute. The teamwork started at sunrise in the morning and lasted until late into the night. After a few lifestyle shots with the morning light and a short breakfast, the spots in the area were checked. We set highest priority on the wave pictures, follwed by freestyle, racing and freeride. The combination of wind and waves is extremely rare on Fuerteventura in July and so every small chance was used. The windy days got more than used with 6 hours of sailing during 3 sessions at different spots. Everyone in the team showed full commitment until the sun disappeared into the sea. After we fall asleep the main job for our photographer and filmmaker Pierre Bouras only started - selecting photos and videos, editing them and loading them directly onto the dropbox while only having about 3-4 hours of sleep to recover. Slowly, however, the efforts showed some result.

Die goldene Foto Strategie

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Es gibt verschiedene Arten Fotos zu produzieren. Der Laie drückt eher wahllos auf den Auslöser und hofft, das am Ende ein paar vernünftige Bilder dabei sind. Die bessere Variante sieht vor, dass man vom gewünschten Endergebnis ausgeht. In unserem Fall brauchen wir mindestens 3-4 gute Bilder von jedem Segel aus unterschiedlichen Perspektiven wie Land-, Wasser -oder Drohnen Perspektiven. Speziell bei einer Fotoproduktion für Segel muss vertikales Licht vermieden werden, um Schattierung im Produkt ausschließen zu können. Deshalb werden Bilder bei Morgen- oder Abendlicht bevorzugt. Vor jeder Session wird ein Briefing für das aktuelle Produkt erstellt. Freeride Segel, bitte Lächeln, have fun - Race Segel, serious look, go full Speed und Segel geschlossen halten. Auch Parallel- Fahrten mit den gleichen Segeln setzen voraus, dass die Fahrer wissen was sie tun, wenn sie mit Topspeed mit ein paar Zentimeter Abstand in die Halse donnern. Die gleichen Manöver und Einstellungen werden solange wiederholt bis der Kameramann abwinkt und somit das gewünschte Bild im Kasten ist.
Man surf sozusagen nicht frei nach Lust und Laune doch das Zusammenspiel mit einem hochmotivierten Team, das anders als im Contest für ein Ziel arbeitet und alles riskiert, bringt trotzdem mächtig Spaß auf dem Wasser.
Nach letztlich 3 windigen Tagen haben wir fast alle Segel abgehackt. Sogar an fast windlosen können wir Dank der Foil-Boards und des neuen Bow Segels ab 10 Knoten ein paar produktive Sessions abgreifen. Nur die nicht vorhandenen Wellen bereiten mir etwas Kopfschmerzen. Nach einigen ernüchternden Touren an die zwei Autostunden entfernte Nordküste, probieren wir unser Glück am letzten Tag erneut. Am Riffbreak Glassbeach treffen wir am Morgen auf einen lokalen Surfer, der begeistert die Wellen studiert. Auch wenn die Vorhersage alles andere als gut aussieht, ist er überzeugt, dass sich heute ein paar Linien am Horizont zeigen sollten. Wir warten eine gute Stunde und plötzlich setzt sich die Wellenmaschinerie in Gang. Über das seichte Riff brechen 2 Meter Wellen mit gigantischen Wasserfarben.
Pierre springt mit seinem Kameragehäuse ins Wasser und wir bearbeiten eine nach der anderen glatten Wasserwand. Der Wind weht Sideshore, perfekt für das neue 5,0 Seal. Ich habe eine wirklich gute Session mit schönen Turns, Goiters und Airs direkt vor Pierre’s Linse. Der Franzose Yann Dupont geht noch einen Schritt weiter-und zwar auf Voll- kontakt mit der Kamera und fährt Pierre einfach über den Haufen, der mit ein paar blauen Flecken nochmal davon kommt.
Nach drei intensiven Stunden geht es ein paar Kilometer südlich bei einem Spot namens „Puerto Lajas“ erneut auf’s Wasser. Dort finden wir in einer kleinen Bucht ganz gute Sprungbedingungen, wo wir uns bis Sonnenuntergang in den Orbit schießen. Alles in allem ein sehr ergiebiger Tag im Office.

Ergebnis

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Nach einer Woche nonstop Shooting ist die 1TB Festplatte mit mehreren tausend Bildern und Videos mehr als voll. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch wenn es auf Fuerteventura im Vergleich zu Maui etwas weniger Palmen hat und auch die Wellen nicht ganz so üppig ausfallen, sind wir mit unserer Leistung mehr als zufrieden.
Das Gesamtergebnis ist jedoch maßgeblich dem kompletten Team zu verdanken, das teils sogar zwischen Wettbewerb und Shooting alles gegeben hat.
Es ist immer wieder eine wahre Herausforderung sich Tag für Tag mit etwas Einfallsreichtum und Disziplin an oft nicht perfekte Bedingungen anzupassen und daraus Bilder zu kreieren, die Lust auf Windsurfen und „Meer“ machen.

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