SURF 03-2018 / RAPID 6.2

GUNSAILS | Testergebnisse Windsurfing Jahrbuch 2018

AN LAND: Mit sieben Latten bei allen erhältlichen Größen ist die Ausrichtung des GUNSAILS Rapid auf Leistung ganz offensichtlich.

AUF DEM WASSER: Das Gun-Segel zeichnet auf dem Wasser vor allem eines aus: Das jederzeit solide, gelockte Feeling. Bereits in der Angleitphase wirkt es einerseits wenig agil, dreht dafür aber in Böen kaum weg und kommt besonders einfach auf Touren. Im unteren Gleitbereich zählt es jedoch nicht zu den kraftvollsten Segeln, kann dann aber spätestens im mittleren Windbereich – und ganz besonders richtig angepowert – voll punkten. Das Profil wirkt leicht elastisch, das Achterliek twistet sehr gleichmäßig und weit und der Druckpunkt wandert so gut wie gar nicht. Egal, wieviel Power du beim Dichthalten generierst – der Druckpunkt liegt spürbar etwas weiter hinten, das Segel hält das Board schön frei, erzeugt aber nie zu viel Lift. Die Gleitlage unserer Vergleichsboards Tabou Rocket Wide 100 war so jederzeit frei, aber sehr gut kontrollierbar. Ein Resultat des sehr ruhig liegenden Segels, das trotz spürbarer Haltekräfte sehr einfach zu surfen ist. Den Preis für das leichteste Segel gewinnt es dabei weder auf der Geraden noch in Manövern, die Stärken liegen eindeutig im angepowerten, entspannten und schnellen Freeriden.

SURF-EMPFEHLUNG: Sehr schnell und dabei top kontrollierbar. Fahrstsabil und gedämpft. Für Speed-orientiertes Freeriden

+ Schnell, druckpunktstabil, Preis
o Sattes, weniger leichtes Fahrgefühl
- Kein ausgesprochenes Manöversegel


WINDSURFING JAHRBUCH 2018 / RAPID 7.2

GUNSAILS | Testergebnisse Windsurfing Jahrbuch 2018

AN LAND Das Rapid ist das performanceorientierte Freeridebrett aus dem Hause Gun Sails. Für gute Fahrleistungen über einen großen Windbereich wurde es mit sieben Latten ausgestattet. Für reine Freerider, die ein möglichst handliches Segel suchen, gibt es bei Gun alternativ das Stream. Beim Rapid kennen und schätzen wir die traditionelle Gun Sails Ausstattung mit dickem Tuch und soliden Verstärkungen an allen Ecken und Enden. Der um neunzig Grad verdrehte Trimmblock wird vom angenehm weichen Gun Sails Mastprotektor umhüllt. Beim Aufriggen des Rapid kann man, wie bei allen leistungsorientierten Segeln von Gun Sails, vor allem einen Fehler machen – zu wenig Vorliekspannung. Das Rapid funktioniert am besten mit ordentlichem Loose im Achterliek und kann das tiefe, aber sehr harmonische Profil ohne ausreichend Vorliekspannung nicht formen. Um das Profil etwas atmen zu lassen, wurde im Vorliek des Rapid eine Dacronbahn vernäht.

AUF DEM WASSER Zu den echten Leichtgewichten dieser Vergleichsgruppe gehört das Rapid bei weitem nicht. Wem es rein darum geht, ein Segel dieser Größe mit minimalem Gewicht zu finden, der sollte bei Gun Sails direkt das Stream greifen. Auf dem Wasser zeigt sich das Rapid zwar nicht agil, dennoch gut ausbalanciert und ist auch im Dümpeln somit weniger anstrengend zu fahren. Mit der ersten Böe kommt das Gun Segel sofort gut in Fahrt. Zwar sind die passiven Angleit-Eigenschaften durch die etwas höhere Profilspannung nicht ganz in der Spitzengruppe, doch richtig angestellt und mit etwas Zupfen an der Gabel läuft das Rapid sofort frei und beschleunigt innerhalb kürzester Zeit auf Höchstgeschwindigkeit. Das Speed-Potenzial des Rapid ist wirklich famos und gehört in eine Reihe mit den schnellsten Segeln dieser Gruppe. Dabei drückt das Rapid das Brett angenehm aufs Wasser und beschleunigt das Brett vorwärts, ohne zu extremen Lift zu produzieren. Diese Eigenschaft macht das Rapid auch bei voll angepowerten Bedingungen zu einem geeigneten Partner, um das volle Potenzial aus dem Brett herauszuholen. In Manövern zeigt sich das Rapid eher langsam, lässt sich für sportliche Halsen jedoch flüssig ablegen und aufrichten. Wer mit einem Segel in dieser Größe jedoch nur Halsen fahren möchte, den wird das nicht gerade flinke Handling kaum stören.

FAZIT Das Rapid fällt klar in die Kategorie No-Cam-Freerace und reiht sich so in eine erlesene Gruppe um das AC-X, Matrix oder NCX ein. In dieser Gruppe sticht es in seinen Fahrleistungen selten heraus, fällt aber auch nicht ab. Der Preis des Rapid ist jedoch unschlagbar.


WIND SPÉCIAL TEST 03-2018 / RAPID 6.7

GUNSAILS | Testbericht Rapid 6.7 2018 Wind Special Test

Nach wie vor passender Name

DESIGN: Das Rapid profitiert von einer Outline, die aus der Race Segel Entwicklung stammt, seine Wirbelsäule wird durch 7 Tube Latten gestützt, wobei eine als Cross Batten verläuft. Am Schothorn gibt es einen leichten Einschnitt und 2 unterschiedlich angeordnete Ösen. Das Segel Topp ist mit ultra leichtem 3mm Square-Ply ausgelegt. Bis 6,7 ist es SDM und RDM kompatibel.

AUF DEM WASSER: Von Saison zu Saison bemerkt man bei GUNSAILS eine Weiterentwicklung in der Verarbeitung und in der Auswahl der Materialien. Das Rapid bietet ein elegant erscheinendes Tuch, mit seinem quadratischen, leichten X-Ply Material im Segeltopp. Die kleine Trimmmarkierung für die Vorlieksspannung gehört immer zur Ausstattung, ihr Vorteil liegt darin, dir eine einzige, exakte Einstellung für die richtige Dosis an Loose Leech zu vermitteln. Ein großes Plus für einfacheres Surfen. So aufgebaut, lässt sich das Rapid mit Leichtigkeit handhaben, bevor es dann besonders stabil losfährt. Im unteren Windbereich entwickelt es eine korrekte Leistung ohne übertriebene Kraftentfaltung.
Das Rigg funktioniert einwandfrei und zeigt satte Beschleunigung und bietet eine beindruckende Stabilität. Das Profil liegt vorne und zieht in Fahrtrichtung. Das Rapid ist zugleich ein einfaches und sportliches Segel, mit dem man beim einfachen Surfen schon flott unterwegs ist. Man muss kein Rennexperte sein, das Gun ist ein echtes Freeride Segel mit diesem kleinen Plus an Performance. Das Verhalten deines Boards wird von jeglicher Einschränkung befreit, die Fahrt bringt Spaß. In der Halse bietet es eine gute Gleichgewichtsverteilung mit moderatem Druck.

FAZIT: Das Rapid ist wahrscheinlich das gelungenste Segel bei GUNSAILS. Es vereint Einfachheit und Performance, das Rapid ist ein Segel für alle, ohne Kopfzerbrechen, aber vor allem besitzt es ein unglaubliches Potential an perfekt kontrollierbarer Geschwindigkeit. Dieses Modell ist fun und user friendly von A bis Z, sein Preis wird deinem Zögern ein Ende bereiten. Vor allem, weil auch die Verarbeitungsqualität bei GUNSAILS wieder eine Stufe zugelegt hat.

+: Einfachheit, Trimmmarkierung, Geschwindigkeit, Stabilität, Preis
-: nichts


PLANCHEMAG SPÉCIAL TESTS 2018 / RAPID 6.7

GUNSAILS | Testbericht PLANCHEMAG SPÉCIAL TESTS 2018 / RAPID 6.7

"Hemmungsloses Gleiten"

Das Rapid wird durch sieben Tube Latten getuned, hat ein vorne liegendes Profil, etwas weniger als andere unterhalb der Gabel, hat ein schönes Loose Leech, etwas weniger ausgeprägt als im Vorjahr und besitzt ein Mastpanel aus Dacron. RDM und SDM fähig.

AUF DEM WASSER: Im Nichtgleiten ist es etwas schwerer als der Durchschnitt, es erscheint in diesem Jahr ein klein wenig softer mit etwas mehr PS im Profil für ein früheres Angleiten/Durchgleiten und etwas mehr Zug in den Armen beim Surfen: das mögen wir. Das Segel bietet vorrangig Komfort und leicht abrufbare Performance, mit gut arbeitendem Profil auf Kabbelwasser und in Böen, was störende Energie einfach absorbiert, damit du und das Board länger in stabiler Position fahren könnt. Mit der oberen Schothornöse hat es für schwerere Fahrer in Leicht- und Mittelwind mehr Pepp (mehr Zug auf der hinteren Hand), mit der unteren Öse fährt es auf Halb- und Raumkursen bei mehr Wind und Hack neutraler. Es gehört zu den Segeln, die durch die gute Luftzirkulation des Profils bei Wind leichter werden und Feingefühl im Fahren mitbringen, was anspruchsvollen Fahrern erlaubt, es immer gut kontrolliert weit nach oben raus zu fahren. Fahrstabiler und kraftvoller als seine Schwester Stream mit 6 Latten, ist das Rapid etwas freeraciger und auf voll angepowerte Langschläge ausgerichtet, weniger handlich und leicht in Händen. Die Profilrotation in der Halse geht sehr leicht und weich ab, die Kraftentfaltung beim Rausfahren aus der Halse ist auch angenehm.

FAZIT: Leistungsstark für Long Distance Rennen, bleibt das Rapid für ein breites Publikum leicht zugänglich. Damit kannst du deine Performance auf Halbwind und Raumschot einen Level nach oben schrauben und auch öfter und leichter überpowert surfen. Die Leistung geht in 2018 leicht nach oben.

+: Preis, Performance auf Halb- und Raumkurs, Softness auf Kabbelwasser, neutral im Wind
- : Etwas weniger leicht in Manövern und im Nichtgleiten als der Durchschnitt

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