SURF MAGAZIN 05-2018 / SUNRAY 7.0 2018

GUNSAILS | Testbericht Sunray 2018 Surf Magazin

AN LAND: Das Sunray wirkt wie immer sehr solide und gut ausgestattet. Das Segel verbindet ein tiefes Profil recht weit vorne mit viel Loose im Achterliek.

AUF DEM WASSER: Mit dem Sunray bietet GunSails die perfekte Alternative zum erbarmungslosen Vector. Ein Trimm reicht eigentlich für die gesamte Windrange aus, das Segel liegt jederzeit mega gelockt und stabil in der Hand. Zum Angleiten baut es nicht ganz die Backhandbeschleunigung auf wie ein V8, verwöhnt aber mit viel Dämpfung und sehr eigenstabilem Fahrverhalten. Der Druckpunkt hält das Board- ganz im Gegensatz zum Vector- eher unten und gut unter Kontrolle. Die Gesamtcharakteristik lässt das Segel nicht gerade spielerisch erscheinen, es wirkt mit 1,97 m Gabellänge aber kompakt, der Druckpunkt im tiefen Profil liegt vergleichsweise etwas weiter vorne und bleibt da auch ewig stabilisiert. Die Kombination aus tiefem Bauch und sehr viel Loose sorgt für eine große, gut abgedeckte Windrange, ohne umzutrimmen - einmal das Vorliek auf „Fred“ gezogen und das Schothorn locker gespannt und es funktioniert - trimmsensibel ist das Sunray auf keinen Fall. Beim Schiften in der Halse legen die Latten im tiefen Profil zwar einen weiten Weg zurück, aber sehr geschmeidig und ohne merklichen Ruck - und ohne Lärmbelästigung.

SURF-FAZIT: Satt in der Hand liegendes, aber sehr komfortables und easy zu surfendes Freerace Segel mit breiter Windrange und ausgewogener Leistung vom Angleiten bis Top-Speed.


WIND SPÉCIAL TEST 03-2018 / SUNRAY 7.5

GUNSAILS | Testbericht Sunray 2018 Wind Spécial Tests

Gleiten ohne Stress

DESIGN: Das Sunray hat 7 Latten und 2 Camber, die in einer mittelbreiten Masttasche untergebracht sind. Die Schothornöse ist durch einen Einschnitt gut 20 cm nach innen versetzt. Das Segeltopp ist aus ultra leichtem X-Ply Material. Für 2018 wurde zur besseren Spannungsverteilung die Vorliekskurve und der Segeltwist überarbeitet.

AUF DEM WASSER: Das Sunray sticht durch seinen einfachen Aufbau hervor. Das einfache Einführen des Mastes ohne Widerstand, das sanfte Anbringen der Camber und das Durchtrimmen des Segels ohne Trimmhilfe, alles ist darauf ausgelegt, dem Freerider eine stressfreie Aufbauphase zu bieten. Es ist so einfach, dass man sogar auf die Zugriffsöffnungen für die Camber verzichtet. Die Trimmmarkierung ist eine unschlagbare Hilfe für ein Plug&Play Rigg, selbst für Cambersegel Einsteiger. Auf dem Wasser braucht man keine Eingewöhnungsphase, das Sunray gehört zu den gnädigsten Segeln im Handling. Auf der Waage ist es nicht das Leichteste, beim Fahren spürt man das Gewicht aber nicht. Das ist der Trumpf des Sunrays, Surfen bedarf keiner Anstrengung. Wenn es mit dem Gleiten losgeht, stellt sich das Segel von selbst nach hinten an und bleibt dort ohne zu zappeln. Der Vortrieb im unteren Bereich ist mäßig, aber die Leichtigkeit des Handlings erlaubt ein unkompliziertes Pumpen. Wenn der Wind auffrischt, zaubert die Vorwärtsbeschleunigung ein Lächeln ins Gesicht und vermittelt ein gutes Gefühl, ohne jemals zu überfordern. In der Halse findet man wieder die Bewegungsfreiheit des Segels, mit einem Klack gehen die Camber im Automatik Modus rum.

FAZIT: Unmerklich in Händen und ohne Kraftaufwand bringt das Sunray eine bemerkenswerte Leichtigkeit beim Surfen mit, ohne jedoch die herzhafte Beschleunigung zu vernachlässigen. Sein Verhalten ist zu 100 % auf Freeride ausgelegt, es wird die Cambersegel-Neulinge bei ihrer ersten Erfahrung begeistern und macht all jene glücklich, die am liebsten völlig unbeschwert mit einem vorgeformten Profil surfen möchten.

+: Leichtigkeit, Handling, Stabilität, Aufbau, Trimmmarkierung, Preis
- : Fehlt etwas Dampf im unteren Bereich, Top Speed liegt etwas hinter den sportlichen Modellen


PLANCHEMAG SPÉCIAL TESTS 2018 / SUNRAY 7.5

GUNSAILS | Testbericht Sunray 2018 Planchemag Spécial Tests

"Leicht zu bändigende Leistung"

Das Loose Leech des Sunray ist eines der ausgeprägtesten, es hat auch ein gutes Profil. Ein dünneres X-Ply im Top macht das Segel leichter, die Masttasche lässt gerade Raum für die beiden Camber.

AUF DEM WASSER: Mit einer leichten Camberrotation dank etwas Elastizität zieht das Sunray nach vorne los und liefert eine angenehme Gleitleistung, gleichermaßen nicht aggressiv und gut ausbalanciert: es beschleunigt mit etwas Wind ganz natürlich, ohne Geflatter. Es hat einen großen Einsatzbereich und fühlt sich bei zunehmendem Wind immer wohler.
Es ist super ausbalanciert und sein Profil hat ein gutes Verhältnis zwischen Softness und Dynamik. Es steckt die Brettschläge auf Kabbelwasser durch sein gut atmendes Profil leicht weg, vor allem im Bereich des Tops. Die Power und der Zug auf den Händen ist auch leicht beherrschbar und kann auch in Windlöchern aufrechterhalten werden. Im mittleren und oberen Windbereich trumpft es auf: mit einer sehr natürlichen Beschleunigung und einer der höchsten Geschwindigkeiten bei Halb und Raumwind, ohne dass das mehr an Segelfläche im Vergleich zur Testgruppe aufdringlich wirkt. Das Sunray ist ein Segel, das ganz von selbst funktioniert, sehr fahrstabil mit einem leichteren Zug auf der hinteren Hand als seine Mitbewerber und einer hohen Toleranz bei den Einstellungen: es verträgt besser als andere Segel eine nur ungefähre Einstellung am Schothorn und wird beim Fahren leichter. In der Halse hat man den Eindruck, dass es keine Camber hat, es rotiert sehr weich.

FAZIT: Das Sunray bietet durch seine einfache Handhabung (Aufbau/aus dem Wasser ziehen), seine leicht zu bändigende Kraft und seiner überraschenden Geschwindigkeit eine interessante Alternative zwischen der Welt des Freeride ohne Camber und des Freerace. In der Seele ein sportliches Segel aber ohne die damit einhergehenden Einschränkungen. Ein sehr gutes Segel.

+: Einsatzbereich, leicht abrufbare Performance, Kraftverteilung, einfach zu fahren, Softness, Preis
- : nichts

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