WINDSURFING JAHRBUCH 2019 / YEAH 4.8 2019

GUNSAILS | Yeah Testbericht Freestyle Segel Windsurfing Jahrbuch 2019

AN LAND Nachdem das Yeah vor zwei Jahren einschlug wie eine Bombe, hat es für 2019 das erste weiterreichende Update bekommen. Das ist durchaus riskant, denn an den Freestyle-Spots Schleswig-Holsteins ist das Yeah mittlerweile wohl das meistgefahrene Freestylesegel und im Gegensatz zu anderen Marken hat Gun Sails beim Yeah ernsthaft etwas zu verlieren. Aus diesem Grund wurde sich mit Steven van Broeckhoven zusammengefunden und versucht, das Yeah aufs nächste Level zu bringen. Dafür wurde unter anderem die Materialzusammensetzung überarbei-tet und so findet man nun weniger des engmaschigen Gitterlaminats im Topp und dafür mehr Monofilm. Über der Gabel soll eine breite Dacron-Bahn die nötige Power bescheren, aber auch für vollkommene Neutralität sorgen. Hat man das Yeah aufgebaut, fallen ein paar weitere Neuerungen auf: Das ehemals vollkommen flache Profil hat ein wenig mehr Wölbung bekommen und das Topp ist auf Höhe der Latte über der Gabel etwas ausgestellt. Loose Leech braucht das Yeah so gut wie gar nicht und wenn, dann nur zwischen den obersten beiden Latten.

AUF DEM WASSER Das Yeah ist von der ersten Sekunde an ein wahres Gedicht, es liegt phänomenal leicht in der Hand, lässt sich sofort exakt ansteuern und macht auch genug Vortrieb. Wer sich jedoch gern am Rigg festhält, ist auch 2019 mit dem Yeah ziemlich schlecht beraten. Dat agile Rigg folgt lieber präzisen Anweisungen, als dass es den Weg vorgibt. Die in den letzten Jahren etwas müde Angleitperformance ist in diesem Jahr deutlich verbessert. Die Dacron-Bahn über der Gabel formt schon bei wenig Winddruck einen deutlichen Bauch und sorgt dafür, dass es sich ausgezeichnet aktiv anpumpen lässt. Trotzdem scheint das Yeah vollkommen ausbalanciert und zieht auch nicht wie das Pure sofort nach vorn. Dafür ist die Beschleunigung des neuen Yeah stark verbessert und kann nun auch endlich unsere schweren Tester mehr überzeugen, denn die mussten sonst immer erst auf die Böe des Tages warten. So kann man mit dem Yeah nun auch bei weniger Wind das volle Speedpotenzial ausnutzen und sich in alle Moves schmeißen, die nur erdenklich sind. Das Yeah lässt sich mit einem perfekten Off auch langsam ducken, wirkt immer leicht und die sanfte Kraftentfaltung sorgt für mehr gestandene Moves. Auch der Popp ist eine echte Wucht, allerdings nicht so brachial wie beim Pure.

FAZIT Wir haben beim Yeah im letzten Jahr die fehlende Power und Explosivität vermisst, die finden wir beim neuen Segel deutlich verbessert. Außerdem hat es nichts von seiner Neutralität, Balance und Agilität verloren. Es fehlt nur eins: eine Schwäche.

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