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WINDSURFING JAHRBUCH 2017

Stream 6.9 2017

AN LAND:

Das Stream ist das klassische Freeridesegel von Gun Sails, das maximale Ansprüche in Sachen Performance beiseitelässt und danach strebt, den Windsurfsport nicht unnötig zu verkomplizieren. Aus diesem Grund übt sich das Stream auch bei den Masten etwas mehr in Toleranz, ob 430 oder 460, ob SDM oder RDM, eine offizielle Freigabe ist für alle Kombinationen erteilt. Wir haben das Stream auf einem 460er-SDM getestet, da dieser die besten Gleiteigenschaften versprach und wir das Segel aus dem Vorjahr schon als echtes Handlingwunder kannten. Die Veränderung zu letzten Saison sind auch nicht allzu groß, generell ist das Vorliek etwas länger, die Gabel ein kleines Stück kürzer geworden, außerdem wird nun leichtes, drei Mil dickes Material im Topp verbaut. All das soll dem Handling des Stream helfen, seine Spitzenposition zu verteidigen. Das Stream kann je nach Wind mit mehr, aber auch mit weniger Loose Leech aufgebaut werden. Die Fahreigenschaften haben sich zum letzten Jahr kaum geändert und wir bleiben bei unseren Worten.

AUF DEM WASSER:

Das Stream liegt wirklich besonders leicht in der Hand und lässt sich zu jeder Zeit einfach kontrollieren und neuen Situationen anpassen. Sollte die Power mal nicht ausreichen, lässt sich das Segel sehr leicht anpumpen. In der Gleitfahrt, die sehr schnell erreicht ist, bleibt der Druckpunkt erstaunlich stabil in der Mitte des Segelkörpers, sodass der Druck gleichmäßig an beide Arme weitergegeben wird. „Gleitspaß pur“ verspricht der Hersteller, und genau den hat man mit dem Stream. Die Endgeschwindigkeit ist schnell erreicht und kann sich durchaus sehen lassen. Erst bei richtig viel Druck im Tuch spürt man, dass das eher manöverorientierte Segel ein wenig an seine Grenzen stößt. Betrachtet man aber die gerade im unteren und mittleren Windbereich tollen Fahrleistungen, bietet das Stream ein Handling, was wirklich hervorragend ist. In der Halse bietet das Segel stetigen Vortrieb und ermöglicht eine sehr stabile und schnelle Kurvenfahrt. Am Ende der Halse schlagen die Latten sehr schnell und sanft um. Sowohl fortgeschrittene Fahrer als auch Einsteiger verlieren so kaum an Geschwindigkeit im Manöver und können sich schnell wieder auf das konzentrieren, was das Stream am liebsten ermöglicht: einen kontrollierten Gleitspaß mit tollem Handling.

FAZIT:

Das Stream macht Anfänger, Aufsteiger und Experten gleichermaßen glücklich und bietet zusätzlich ein für die Segelgröße sehr gutes Handling. Eine echte Schwachstelle sucht man hier vergebens. Empfehlenswert für alle Freerider mit Hang zu manöverorientiertem Fahrstil.

 

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PLANCHEMAG 03/04 2017

Stream 6.4 2017

Kalorienarmer Slalom Fünf Latten in 4.7 und 5.5, ab 6 qm mit sechs Latten, das Stream kommt etwas raciger daher als seine Mitbewerber, das Design leitet sich etwas aus den sportlichen Freeridern ab. Es hat vorne viel Profil und auch ein ausgeprägtes Loose Leech.

Auf dem Wasser:

Das Stream ist im Vergleich zu seinen Mitbewerbern sportlicher und für den unerfahrenen Surfer etwas weniger anwenderfreundlich. Der Grund? Beim Wasserstart und in der Halse rotiert es nicht ganz so natürlich um den Standard Durchmesser Mast (SDM). Auch verflüchtigt sich der Zug auf der hinteren Hand schnell beim Angleiten oder Durchgleiten in Windlöchern. Bei konstantem Wind fühlt es sich wohler, da übertrumpft es seine Konkurrenten in Geschwindigkeit, Profilstabilität und Kontrolle. Es ist leichter und auch einfacher aus dem Wasser zu bekommen und zu halsen als ein Gun Sails Rapid mit 7 Latten, das Ganze mit echt guter Performance. Sehr ausbalanciert und mit leichtem Zug auf der hinteren Hand fährt es sich stundenlang ohne zu ermüden oder in Böen bockig zu werden. Das Segel entwickelt sich quasi mit dem Fahrer von Session zu Session weiter, man kann es immer weiter ausreizen und seinen Fahrstil verbessern, dank der Möglichkeit, damit überpowert zu fahren und übers Wasser zu fliegen. Für Leichtgewichte und solche, die maximalen Speed auf Halbwind bei minimalem Krafteinsatz suchen, ist das Stream die richtige Wahl. Falls dir die Rotation mit SDM etwas härter/trockener vorkommt als bei den Mitbewerbern, musst du einfach nur auf einen RDM (geringerer Durchmesser) wechseln, der das Manöververhalten verbessert.

Fazit:

Es fühlt sich gut angeblasen Vollgas auf Halbwind wohler, als auf einem Binnengewässer Böen nachzulaufen. Das Stream schöpft sein volles Potential bei zunehmendem Wind und auf gleitfreudigen Brettern aus. Sein Gleichgewicht und seine Kontrolle erlauben es dir, stundenlang ohne Kraftanstrengung zu surfen.

Plus: Preis, Verarbeitung, Profilstabilität, einfach zu bändigende Performance im Mittel- und Starkwind, Kontrolle

Minus: Rotation mit einem SDM trockener, kleiner Mangel an Zug im Leichtwind.


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