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PLANCHEMAG 03/04 2017 / "Rückkehr der Leistung"

GS-R 7.8 2017

Das neue GS-R ist mit einer neuen Topkonstruktion, high modulus Carbon Latten und einem harmonischeren Twist zwischen oberem und unterem Segelkörper versehen. Es hat 3 Ösen am Schothorn und 5 neue Größen: 7.8/8.2/8.6/9.2/9.6

Auf dem Wasser:

Das GS-R lässt sich sehr leicht aufbauen, hat etwas mehr Power beim Anfahren und bleibt auch ,dank seines während der Fahrt strafferen Achterlieks, besser im Gleiten. Das bringt zum einen mehr output beim Pumpen (wirkungsvoller) und auch konstanteren Druck, ob zum Überholen im Starterfeld, um eine Abdeckung auszugleichen oder nach der Halse anzufahren. Dieses mehr geradlinige Verhalten, mit einem sich weniger bewegenden Segeltopp, verbessert die allgemeine Performance bei einem langen Schlag. Man muss sich jetzt etwas mehr anstrengen als vorher, wird aber durch allgemein bessere Leistung im Vergleich zu den Mitbewerbern der Gruppe belohnt. Die blitzartige Beschleunigung der Besten hat es in der Böe noch nicht, aber der Gesamteindruck bleibt absolut wettbewerbsfähig, vor allem bei einem Langschlag, wo es darauf ankommt, die Leistung leicht abzurufen. Da ist das Segel nicht zu kraftraubend, weder in der Lenkung noch in der Kontrolle. Es bleibt auch den schnellsten der Gruppe problemlos bei Topspeed auf Raumschot auf den Fersen, mit etwas weniger Geschmeidigkeit als die Besten. Der Vorteil, es hält das Board bei Kabbelwasser und Böen flach, wobei es nicht das stabilste Profil bei Überpower hat. Die Halse funktioniert angenehm für ein Racesegel, dank einer guten Camberrotation und einem flüssigeren Profilwechsel/Anfahren als zuvor.

Fazit:

Das neue Gun Sails hat nicht die Explosivität wie einige seiner Rivalen, erscheint aber gefügiger, zahmer und vollständiger dank seines neuen Achterlieks, welches eine bessere Verbindung zwischen oberem und unterem Profil erzeugt. Der Einsatzbereich wurde verbessert, auch die Ratio zwischen Segelverhalten und Leistung. Unter den Racesegeln gehört es zu den benutzerfreundlichsten.

Plus: Wahnsinnspreis, Einsatzbereich, lückenlos in der Performance, leicht zu zähmen innerhalb dieser Gruppe, Aufbau, Halse

Minus: Es fehlt ein Hauch Explosivität beim Neustart nach der Halse und Beschleunigung in der Windböe.

 

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WIND 03/04 2017 / "Mehr Leistung"

GS-R 7.1 2017

Design:

Für 2017 wurde das Race Segel von Gun Sails weiterentwickelt und bietet nun eine überarbeitete Mastkurve, eine Carbonlatte und eine allgemeine Gewichtsreduzierung. Nach wie vor hat es die zuverlässige und sehr nützlicheTrimmmarkierung, mit deren Hilfe man den Trimm optimal einstellen kann. Das Gun ist eines der am leichtesten aufzubauenden und einzustellenden Segel.

Auf dem Wasser:

Das 2017er GS-R ist im unteren Windbereich sehr wirkungsvoll. Bereits beim Losfahren spürt man die hintere Hand, mit der man Gas geben kann und Vortrieb erhält. Der starke Vortrieb verwandelt sich in lebhafte Beschleunigung und mündet in einer Endgeschwindigkeit, die ganz und gar die Norm eines Racesegels erfüllt. Die Segelsteuerung ist leichtgängig, der gut aufgeteilte Zug zwischen der vorderen und hinteren Hand erlaubt eine präzise Segelsteuerung, mit der man die Leistung des Segels abrufen kann. Diese Leistung, die im unteren Windbereich zur Verfügung steht, entwickelt sich zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit im Slalomparcours und beim Fahren in der Gruppe, wo man sich wirksam aus schwierigen Situationen befreien muss, z.B. in Windlöchern, Abdeckung durch den Gegner oder Anfahren nach der Halse. Die Kehrseite der Medaille ist dann im oberen Windbereich, wo die schwächeren Fahrer mehr Kraft aufwenden müssen, um das volle Potential des Segels auszuschöpfen. In der Halse ist das GS-R effizient, beim Schiften stellen die Camber kein Problem dar und der Neustart, selbst bei geringer Geschwindigkeit, ist gut.

Fazit:

Das Gun Sails ist auch dieses Jahr ein exzellentes Produkt, sehr gut aufgestellt im Preis und sehr wirksam im Wettkampf. Es richtet sich besonders an Fahrer, die gerne mit der Segelsteuerung arbeiten und es hat auch eine angenehme Leistungsfähigkeit, um unvorhergesehene Hindernisse, die im Rahmen eines Rennen auftreten können, zu umschiffen.

Plus: Unterer Windbereich, Beschleunigung, Preis

Minus: Man muss bei viel Wind zupacken

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