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WINDSURFING JAHRBUCH 2017

Torro 6.0 2017

AN LAND:

Das Gun Sails Torro ist ein alter Bekannter in unserem Test und schon seit Jahren eine Bank im Geschäft zwischen den Windsurfwelten. Bereits im ersten Gruppenvergleich am Strand zeigt es in Sachen Segelmaterial, wie sehr das Torro alle Interessen vereint: Es hat X-Ply an allen Stellen, die bei Stürzen gern von Ellenbogen, Trapezhaken oder Knien mitgenommen werden, spart sich dieses jedoch im Topp, um etwas Gewicht einzusparen. Für einen besseren Topspeed und ein festeres Profil ist die Lattentasche über der Gabel von einer hohlen Tube Batten besetzt, diese soll das, auch ohne Winddruck durchaus vorhandene, Profil im Zaum halten. Entscheidend für den Trimm des Torro ist wie bei den meisten Gun-Segeln die richtige Vorliekspannung, die beim roten Tuch für ausgeprägte Falten im Achterliek sorgt und dann übers Schothorn weiter reguliert wird.

AUF DEM WASSER:

Das Torro macht direkt klar, dass es nicht nur zum Dümpeln gemacht ist. Schon kleinere Böen nimmt das Cross gut an und kommt, ähnlich wie das ACF, flott los. Vor allem aufgrund des stets etwas ausgeprägteren Twists im Achterliek verpasst es die Bestnote knapp. Dafür beschleunigt das Torro exzellent und auch der Maximalspeed ist für ein Crossoversegel wirklich herausragend. Die verbaute steife Latte scheint sich besonders in sehr angepowerten Bedingungen auszuspielen, dann wenn bei anderen Segeln der Druckpunkt eine neue Bleibe sucht, sitzt er beim Torro noch gemütlich am Platz. Das Ganze vereint das Torro mit einem, für ein Crossoversegel, wirklich beachtlichen Handling, welches zu klassischen Freestyle-Moves motiviert und auch zum Springen im Chop eine spaßige Alternative zu großen Wavesegeln bietet. Ohne diese Gruppe von verkappten Wavesegeln hätte das Torro auch eine Chance auf den Handlingthron dieses Testsegments, doch glänzt es eher mit fehlerverzeihendem Fahrverhalten und kann trotzdem mit in Frontside- Wellenritte genommen werden.

FAZIT:

Das Torro ist das perfekte Segel für alle, die sich nicht entscheiden können. Es bietet leicht zugängliche Performance, fühlt sich nicht zu schwer an, wird aber gleichzeitig auch schnell genug, um aus sportlichen Brettern etwas mehr Potenzial herauszuholen. Zum Freestylen und als großes Wavesegel gibt es Lösungen mit besserer Performance in Teilbereichen, doch wer ein Segel für den Familienurlaub sucht, mit dem alle ihren Spaß haben, sollte schnellstmöglich zum Telefon greifen und ein Torro ordern. Falsch machen kann hier niemand etwas.

 

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SURF MAGAZIN 03/2017

Torro 5.7 2017

Gun-Segel sind von Haus aus günstig, der Direktversand via Online-Handel macht es möglich. Das Konzept ermöglicht dabei obendrein trotz günstigem Preis die sehr gute Ausstattung und solide Materialdicke an allen Ecken und Enden. So wirkt das Torro mit am robustesten in dieser Gruppe.

Für den optimalen Trimm findest du den "FRED", einen Trimmpunkt im Segel, bis zu dem die Falten vom Achterliek aus beim Trimmen des Vorlieks verlaufen sollen. Nach dieser optischen Hilde aufgebaut, zeigt das Segel sehr viel Loose, wirkt straff gespannt, aber immer noch alles andere als flach. Den Bauch musst du übers Schothorn auf das gewünschte Maß rausziehen.

Das Segel startet so aufgebaut durchschnittlich, beschleunigt angemessen und wird dann vor allem bei kräftig zunehmendem Wind sehr, sehr schnell. Richtig hingestellt, baut es immer mehr Zug auf, liegt weiter ruhig in der Hand und zappelt und ruckelt nicht. Trotz viel Loose wirkt das Segel eher gedämpft und handlich, was trotz viel Speedpotenzial auch den Manöversurfer anspricht. Der wird mit einem sich flachziehenden Profil und leichtem Feeling verwöhnt.

So mausert sich das Torro zum Allrounder mit breiter Range und viel Speedpotenzial.

+: Windrange in einem Trimm

+: Speed

+: Preis

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